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Bewegung vor Ort

Bewegung, Spiel und Sport tragen wesentlich zur Gesundheit und Lebensqualität bei. Dies gilt auch für Menschen, die erst in hohem Alter mit dem Sport beginnen oder erneut starten. Bewegung und Sport tragen auch entscheidend dazu bei, dass Menschen – nicht nur in hohem Alter – auch weiter aktiv am gesellschaftlichen Leben in ihrem Lebensumfeld  teilnehmen können. Dort, wo sie wohnen, erleben sie Gemeinschaft, finden immer wieder neuen Anschluss und sind in allem wesentlich mobiler.

Um genau diese Mobilität und Aktivität vor Ort im Quartier oder im Viertel für eine verbesserte Teilhabe zu fördern, trafen sich Anfang Mai Vertreter der Landesregierung, der Kommunen des Rhein-Erft-Kreises und Köln sowie Fachleute, Sportvereine und Interessensgruppen zur Fachtagung „Bewegung vor Ort“. Sie fand im Rahmen der Bildungsinitiative „Inklusion konkret – Besser gemeinsam!“ im Tagungs- und Begegnungszentrums der Gold-Kraemer-Stiftung in Frechen-Buschbell statt.

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Wie können wir unsere Heimat vor der eigenen Haustüre über Bewegung und Sport so gestalten, dass darin ALLE Menschen ein Zuhause finden, in dem sie uneingeschränkt teilhaben können, und das sie mit ihren Wünschen und Möglichkeiten auch mitgestalten können?  Unter dieser Fragestellung fanden drei Fachforen statt: Mobilität vor Ort, Strukturentwicklung vor Ort und Sport im Alter. Impulse aus der Praxis gaben dazu die Fachreferent*innen.

Die NRW-Landesregierung war vertreten durch Andrea Milz, Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt, selber auch erfahrene Trainerin für Fitness und Rehasport. „Wir müssen das Thema Bewegung und Sport heute neu denken. Für unsere älter werdende Bevölkerung spielen Mobilitätseinschränkung und unterschiedliche Behinderungen eine immer größere Rolle. Deshalb ist es wichtig, dass wir vor der eigenen Haustüre kleine zugängliche Angebote schaffen. Der Sozialraum als Sportraum ist heute unabdingbar“, so die Staatssekretärin. Der Fachtag unterstrich die Bedeutung von interdiszipliniertem Denken und Handeln, so dass sich eine notwendige attraktive Infrastruktur und ein breites Netzwerk für ein lebendiges Quartier bilden können. Vertreter des Landessportbundes NRW erklärten: „Die Politik entscheidet über die Infrastruktur und hat somit den Hut auf bei der Strukturentwicklung, aber aus die Bevölkerung, den aktiven Organisationen und Vereinen kommen die entscheidenden Ideen und Impulse.“ Für die Gold-Kraemer-Stiftung stellte Vorstandsmitglied Dr. Tordis Horstmann fest: „Gerade eine fundierte Kenntnis über die inklusive Realität bietet uns hilfreiche Beispiele für strategische Vorgehensweisen in unseren Quartieren.“ Dr. Volker Anneken, Fachgeschäftsführer der Stiftung forderte dazu auf, „mit Kreativität, Offenheit und Schwarmintelligenz in die Umsetzung“ zu gehen.

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